Hermann Peter Piwitt, geboren am 28.1.1935 in Volksdorf bei Hamburg. Aufgewachsen in Hamburg und Frankfurt/M. Studium der Soziologie und Literaturwissenschaft in Frankfurt/M., München und Berlin. „Viel gelernt bei Adorno und Höllerer.“ 1963/64 Literarisches Colloquium in Berlin. 1967 ein Jahr als Lektor im Rowohlt-Verlag in Reinbek. 1968 Rückkehr nach Berlin. Regelmäßige Mitarbeit bei „konkret“. Ab 1969 freiberuflicher Schriftsteller, Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Lehraufträge in Warwick/England (1973) und Bremen (1975). 1999 Writer in Residence an der Universität von Wales, Swansea, Großbritannien. Piwitt lebte in Hamburg und Castagnola/Umbrien, Italien. Er starb am 15.1.2026 in Hamburg.
* 28. Januar 1935
† 15. Januar 2026
von (E) Reinhardt, Stephan; (B) Freudenstein, Christiane; (B) Gerlach, Rainer
Essay
Als 1965 das erste Buch des gerade 30-jährigen Hermann Peter Piwitt erschien, betrat damit ein junger Schriftsteller die literarische Bühne, der schon seit geraumer Zeit als ‚Geheimtipp‘ gegolten hatte. Ausgestattet mit einem Schutzumschlag von Günter Grass, versammelte Piwitt in seinen „Herdenreichen Landschaften“ zehn (z.T. schon in Zeitschriften wie „Akzente“, „Diskus“ erschienene) Geschichten, die ihn sofort als originäres, eigenwilliges und auch schwieriges Talent bekannt machten. (Die Erzählung „Malchus“ ist Piwitts Beitrag für den kollektiv geschriebenen Roman „Das Gästehaus“.) Ein intellektueller Schriftsteller, ein raffinierter und zugleich verspielter poeta doctus, ...